„Husemannstraße-Räumung muss Folgen haben“

16.02.19
NRWNRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von DIE LINKE. Duisburg

"Unsere Nachbarinnen und Nachbarn, darunter Freunde und Bekannte, mussten am Donnerstag unverzüglich ihre Wohnungen verlassen, weil ihre Häuser ihre Sicherheit nicht mehr garantierten. Als Nachbarschaft werden wir tun was wir können, um ihnen zu helfen“, erklärt Sonja Bafcari, von der Nachbarschaftsinitiative „Unser Riese - Wir bleiben“ „Die meisten Betroffenen sind bei Verwandten untergekommen. Die Übrigen sind in einer Notunterkunft untergekommen. Das ist nicht besonders schön für die Betroffenen. In der Ottostr. 54-56 stehen einige Wohnungen bezugsfertig leer. Die gehören der Stadt. Die Stadt könnte diese Wohnungen den Betroffenen schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellen. So hätten die Betroffenen anständige Wohnungen in ihrer alten Nachbarschaft.“

Am 14.02. mussten die Mieter der Hochhäuser Husemannstr. 1 und 3 ihre Wohnungen verlassen, weil der Brandschutz nicht mehr gewährleistet war. Die Häuser stehen im Sanierungsgebiet Hochheide, wo Fördergelder für die Sanierung des Gebiets zur Verfügung stehen.

„Jahrelang haben die Vermieter die Häuser verkommen lassen. Das es so schlimm ist, schockiert uns alle. Diese Häuser liegen auch im Sanierungsgebiet. Hier hätte die Stadt nun die Chance zu handeln. Es ist traurig, dass die Stadt Häuser, bei denen der Brandschutz gewährleistet ist, aufkauft um sie ab zu reißen, während im gleichen Quartier, Häuser geräumt werden müssen“, ergänzt Michael Glasing, ebenfalls im Koordinierungskreis der Initiative „Es wäre doch sinnvoller, wenn die Stadt, die Fördergelder für den Aufkauf der Häuser Husemannstr. 1 und 3, um diese auf den aktuellen Stand des Brand- und Gesundheitsschutzes zu bringen. Wir wünschen uns, dass dieser dramatische Abend zu einem Umdenken führt.“







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