DIE LINKE. Gütersloh: Landtagskandidaten stehen fest


Foto (von links): Marco Lehmann, Ludger Klein-Ridder, Bernd Bauer

01.04.12
NRWNRW, OWL, News 

 

Kandidaten stellen sich gegen den neoliberalen Einheitsbrei

Am Freitagabend waren die Mitglieder des Kreisverbandes DIE LINKE. Gütersloh in die Räume des Alevitischen Kulturvereins in Gütersloh eingeladen. Neben der Wahl der Delegierten für die LandesvertreterInnenversammlung wählte die außerordentliche Mitgliederversammlungen die Direktkandidaten für die Landtagswahlkreise 95 und 96. Die Zahl der Teilnehmer ließ zwar zu wünschen übrig, was aber die zwingende Notwendigkeit radikaler Veränderungen im Land betrifft, waren sich alle einig!

Nachdem die laut Wahlgesetz erforderlichen Formalitäten erledigt waren, erfolgten die Vorschläge für den Direktkandidaten des Wahlkreises 95. Für Gütersloh und die Gemeinden Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz bewarb sich Ludger Klein-Ridder um die Kandidatur. Der 63-jährige Gütersloher ist Lehrer an der Anne-Frank Gesamtschule und seit Jahrzehnten politisch aktiv. Ob in der Gewerkschaft GEW, in der Friedensbewegung, der Antiatomkraftbewegung, dem Flüchtlingsrat, dem Bildungsausschuss der Stadt oder dem Gütersloher Bündnis „Vorrang für Soziale Gerechtigkeit'“, überall ist Ludger Klein-Ridder engagiert dabei. Natürlich liegt ihm die Bildungspolitik besonders am Herzen. So fordert Ludger Klein-Ridder einen Ausbau der Frühförderung und „Eine Schule für Alle“. Die rot-grün-schwarze Sekundarschule hält er für eine Mogelpackung, die das gescheiterte mehrgliedrige Schulsystem festschreibt. Die finanziellen Probleme der Stadt Gütersloh ließen sich leicht lösen, „wenn die umsatzstarken Unternehmen in Gütersloh angemessen Steuern bezahlen würden“. Nicht hinnehmen will er auch, dass der Bertelsmannkonzern durch das Konstrukt der „Stiftung“ Bund, Land und Kommunen um zig-Millionen an Steuereinnahmen prellt. Ebenso empört sich Ludger Klein-Ridder über den Einfluss der Agrarindustrie im Kreis. Unternehmen wie Tönnies sind nach sozialen und ökologischen Kriterien nicht zukunftsfähig. Ganz zu schweigen von der Notwendigkeit einer gesunden und somit fleischarmen Ernährung und dem Tierschutz. Ludger Klein-Ridder wurde einstimmig zum Kandidaten für den Wahlkreis 95 gewählt.

Spannend wurde es bei der Wahl des Kandidaten für den Wahlkreis 96, der die übrigen Gemeinden des Südkreises umfasst. Fünf Mitglieder wurden als Bewerber vorgeschlagen, vier von ihnen lehnten eine Kandidatur aus persönlichen Gründen ab. Es sind eben keine Politprofis, die für DIE LINKE. in den Ring steigen, sondern Leute wie du und ich, die ihr politisches Engagement mit ihren Familien, ihrem Job oder ebenso schwierig mit ihrer Arbeitslosigkeit in Einklang bringen müssen. Gewählt wurde Bernd Bauer aus Halle. Der 62-jährige pensionierte Finanzbeamte beklagte in seiner Vorstellung die ständige Verschlechterung der Lebensverhältnisse. Die Ursachen sieht auch er in der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Er steht hinter allem, was linke Politik ausmacht: Er fordert kostenlose Bildung, ein Sozialticket und somit Mobilität für alle, höhere Löhne und schließlich die Einführung einer Millionärssteuer als Voraussetzung um soziale Gerechtigkeit zu schaffen. „Alle Forderungen der Linken im Landtag wären locker zu erfüllen gewesen, wenn nicht SPD, Grüne, CDU und FDP durch Steuergeschenke an Reiche und Konzerne die öffentlichen Kassen geleert hätten. Es gibt keine Schuldenkrise, sondern eine Verteilungs- und Gerechtigkeitskrise, eine tiefe Krise des Kapitalismus.“ Auch Bernd Bauer wurde einstimmig gewählt und hat die volle Unterstützung des Kreisverbandes.

Bereits am Donnerstag wurde auf einer gemeinsamen Versammlung der Kreisverbände Bielefeld und Gütersloh der 25-jährige Erzieher Marco Lehmann aus Versmold als Kandidat für den Wahlkreis 94 nominiert.

Damit ist DIE LINKE. im Kreis Gütersloh gut aufgestellt. Die Kandidaten haben ein klares Profil und besetzen linke Kernthemen. Die Bildungspolitik und die Steuerpolitik als Mittel zur Lösung der Probleme in Stadt und Land stehen im Vordergrund. Im Gegensatz zu den anderen Parteien braucht DIE LINKE dabei keine Rücksicht auf Spender aus Banken und Konzernen zu nehmen. Karrieren wie jene von Schröder, Fischer und Konsorten bleiben linken Politikern erspart!

 

 







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz